Auf dieser Seite finden Sie meine gerade aktuellen Kinderbücher.

Die Serie Luna und der Katzenbär hat eine eigene Seite, siehe oben.



Lars und Löwe sausen durchs All

Lars wacht eines Nachts von einem enormen Krach auf:

Da ist eine Rakete in seinem Garten gelandet! Klar muss die erforscht werden, nur blöderweise hebt die Rakete dann mit Lars (und seinem Stofflöwen) an Bord wieder ab. Besagter Löwe wird daraufhin auch noch lebendig und verlangt – logischerweise – sofort eine Portion Pommes und ein Schnitzel (wie er sich sowieso, Löwe durch und durch, quer durchs Buch fressen wird...).

Doch bevor es etwas zu futtern gibt, muss zunächst die Bekanntschaft mit der Raketenbesatzung gemacht werden:

Einem Außerirdischen namens Grimbelmütz und einem äußerst pessimistischen Roboter namens Optimist.

Schade ist natürlich, dass es sich bei der Rakete nicht um ein intergalaktisches Kampfschiff handelt. Sondern um ... die Straßenreinigung. Oder jedenfalls so eine Art Putzkommando.
Was zunächst noch unspektakulär klingt, wird dann aber doch zu einem echten Weltraumabenteuer mit sich dauernd streitenden Planeten, widerspenstigen Ringen, einem Schwarzen Loch, einer Planetenschule, einer Zeitreise und diversen Missgeschicken, für die Grimbelmütz eine echte Schwäche hat und die Optimist den letzten Nerv rauben. So ganz nebenbei gibt es auch das eine oder andere über unser Sonnensystem zu erfahren – auch wenn Grimbelmütz´ Erzählungen mit Vorsicht zu genießen sind.

Hinreißend illustriert ist das Buch von Dirk Hennig: Niedlich ohne jeden Kitsch, clever und mit eigenem Humor. Ein Buch nicht nur für Jungs ab sechs, sieben Jahren.

Und nebenbei: Für Erwachsene (ob mit oder ohne SciFi-Erfahrung) gibt´s auch noch was zu lachen, wenigstens zu lächeln. Auch nicht immer so ganz unwesentlich, oder?


Achtung: Räuber gesucht!

 

Ignazien ist eine kleine Insel, gelegen zwischen Nordland und Südreich. Und so beschaulich es dort sonst auch zugehen mag – plötzlich tritt doch die Krise aller Krisen ein, sogar mehr noch: Die Krise der Krise aller Krisen!

Jedenfalls ist das die Ansicht von König Ignaz, der daraufhin zu der klugen Folgerung kommt, das in einem solchen Falle Ruhe die erste Königspflicht ist. Und der deshalb ins Bett geht, um die Sache zu überschlafen. (Neudeutsch nennt man das wohl: Aussitzen).

Damit ist das Buch, illustriert von Jörg Mühle, auch schon zu Ende…

Halt – nein, natürlich nicht! Denn die erste Krise ist, dass Wachtmeister Rabenhorst, weil er nie etwas zu tun hat, so melancholisch wird, dass er erkrankt. Auf sich beruhen lassen kann man das natürlich nicht. Und so besteht schließlich die „Krise der Krise aller Krisen“ darin, dass sich darauf Finn, königlicher Stalljunge und Freund des Wachtmeisters, auf den Weg macht, um dem Wachtmeister einen „Räuber zu besorgen“, damit er sich nicht mehr gar so überflüssig fühlt. Abenteuer jeder Art sind damit auf den 224 Seiten vorprogrammiert:

Mit echten Räubern und solchen, die keine (mehr) sein möchten, mit einer ebenso tapferen wie nervensägenden Goldlibelle namens Ute, mit der widerspenstigen Räuberin Leonie, die Finn ganz schön auf den Wecker geht – bevor sie sich doch zusammenraufen – bis hin zu Krähenhexen und wütenden Drachen. (Nicht zu vergessen auch die Begegnung mit einem Magnozampa…).

Ein Buch über Räuber? Schon. Doch wird bald klar, dass sich noch viel mehr hinter der Geschichte verbirgt, die so spaßig-harmlos beginnt.

Übrigens ist es keineswegs "nur" ein Buch für Jungen – dafür sorgen schon Räuberin Leonie und Prinzessin Alicia. Von Libellenmädchen Ute ganz zu schweigen: "Pöh!", würde sie wohl beleidigt dazu sagen.

P.S.: Mehr zu der niederländischen Ausgabe des Buches (über die ich mich sehr freue) auf der Seite Dies & Das & Lizenzen.