Lars und Löwe sausen durchs All

Lars wacht eines Nachts von einem enormen Krach auf:

Da ist eine Rakete in seinem Garten gelandet! Klar muss die erforscht werden, nur blöderweise hebt die Rakete dann mit Lars (und seinem Stofflöwen) an Bord wieder ab. Besagter Löwe wird daraufhin auch noch lebendig und verlangt – logischerweise – sofort eine Portion Pommes und ein Schnitzel (wie er sich sowieso, Löwe durch und durch, quer durchs Buch fressen wird...).

Doch bevor es etwas zu futtern gibt, muss zunächst die Bekanntschaft mit der Raketenbesatzung gemacht werden:

Einem Außerirdischen namens Grimbelmütz und einem äußerst pessimistischen Roboter namens Optimist.

Schade ist natürlich, dass es sich bei der Rakete nicht um ein intergalaktisches Kampfschiff handelt. Sondern um ... die Straßenreinigung. Oder jedenfalls so eine Art Putzkommando.
Was zunächst noch unspektakulär klingt, wird dann aber doch zu einem echten Weltraumabenteuer mit sich dauernd streitenden Planeten, widerspenstigen Ringen, einem Schwarzen Loch, einer Planetenschule, einer Zeitreise und diversen Missgeschicken, für die Grimbelmütz eine echte Schwäche hat und die Optimist den letzten Nerv rauben. So ganz nebenbei gibt es auch das eine oder andere über unser Sonnensystem zu erfahren – auch wenn Grimbelmütz´ Erzählungen mit Vorsicht zu genießen sind.

Hinreißend illustriert ist das Buch von Dirk Hennig: Niedlich ohne jeden Kitsch, clever und mit eigenem Humor. Ein Buch nicht nur für Jungs ab sechs, sieben Jahren.

Und nebenbei: Für Erwachsene (ob mit oder ohne SciFi-Erfahrung) gibt´s auch noch was zu lachen, wenigstens zu lächeln. Auch nicht immer so ganz unwesentlich, oder?